Frau Roos nimmt Abschied von ihrem Ehemann

 

Am 17. Mai nahm Frau Roos (Jahrgang 1938) von ihrem verstorbenen Ehemann Abschied.

Die beiden lebten gemeinsam im ASB-Pflegeheim Oftersheim. Mit Hilfe des Wünschewagen-Teams aus Baden-Württemberg erwies sie ihm auf dem Bergfriedhof in Heidelberg die letzte Ehre…


Landwirt an alter Wirkungsstätte in Haan

 

Am 23. Mai ging es für einen an Krebs erkrankten, pensionierten Landwirt (71) zurück an seine alte Wirkungsstätte nach Haan.

Um noch einmal seinen Hof und die von ihm früher bewirtschafteten Felder zu besuchen, holte ihn das Wünschewagen-Team aus Nordrhein-Westfalen aus dem Hospiz in Erkrath ab und machte sich gemeinsam mit ihm und seinem Sohn auf den Weg…

Der Sohn, ebenfalls Landwirt, hatte einen „Parcours“ durch das Areal vorbereitet, sodass sich unser Fahrgast während der langsamen Fahrt durch die Panoramafenster des Wagens alles noch einmal in Ruhe anschauen konnte.

Auf dem Hof hatte sich indessen die Familie für einen schönen Empfang versammelt. Nach einem Plausch im blühenden Garten wurden alle von der Ehefrau des Fahrgastes im Wohnhaus mit einem selbstgekochten Imbiss verwöhnt, bevor es anschließend wieder zurück ins Hospiz ging.


Frau F. am Schluchsee

 

Eine weiterer Wunsch ging Anfang Mai für einen Fahrgast aus Baden-Württemberg in Erfüllung.

Frau F. (48) aus Volkertshausen hat Krebs im Endstadium und wünschte sich sehnlichst, noch einmal mit ihrem Mann und ihrem Sohn den Schluchsee zu besuchen.

Während der zweitägigen Wunschfahrt war der Ehemann unvorhergesehen ebenfalls auf medizinische Hilfe angewiesen und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Glücklicherweise war das Wünschewagen-Team aus Baden-Württemberg jederzeit vor Ort und konnte Erste Hilfe leisten.

Wir wünschen der gesamten Familie alles Gute und danken unseren ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, dass sie Frau F. trotz der Umstände einen angenehmen Aufenthalt im Südschwarzwald ermöglicht haben!


Frau A. in Denzlingen

 

Frau A., Jahrgang 1964, aus Mannheim hatte den großen Wunsch, an der Kommunion ihrer Nichte in Denzlingen teilzunehmen. Nachdem sie einen Hirnschlag erlitten hatte, ist die Dame schwerst pflegebedürftig…

Für den Wünschewagen aus Baden-Württemberg war dies die erste große Fahrt mit einem Fahrgast, der auch unterwegs auf intensive Pflege angewiesen ist.

Dank der Mithilfe des ASB Mittelbaden und des super ausgebildeten Ehrenamtsteams um Michèl Richter und Alena Quentin konnten wir die Fahrt inklusive einer Übernachtung im ASB-Pflegeheim Sexau problemlos realisieren.

Vielen Dank an alle Helfer für die großartige Unterstützung!
Ihr habt Frau A. einen wunderschönen Tag im Kreise ihrer Familie ermöglicht…


Inge M. in Heidelberg

 

Noch einmal einen Tag in der Geburtsstadt verbringen…

Dies wünschte sich Inge M., die ihre Stadt viele Jahre nicht mehr besuchen konnte. Stephanie Unkel und Hartmut Pitton vom Wünschewagen-Team in Rheinland-Pfalz brachten sie und ihre Freundin Frau Brugger aus dem ASB-Seniorenzentrum Otterberg an einem strahlenden Frühlingssonntag nach Heidelberg.

Während eines Spaziergangs im Schlosspark konnte Inge ihren Begleitern die Stadt von oben zeigen und auf Orte ihrer Lebensgeschichte verweisen. Auch eine Fahrt mit der Bergbahn war für die Damen ein großer Spaß. In der historischen Altstadt kehrten die vier Ausflügler in ein Café ein, um sich vom Trubel zu erholen und mit Kaffee und Kuchen zu stärken.

Ein besonderer Dank gilt den Wünschewagen-Unterstützern, die wir in der Schlossverwaltung und dem Amt für Verkehrsmanagement der Stadt Heidelberg fanden. Sie sorgten dafür, dass der Wünschewagen an diesem betriebsamen Sonntag problemlos gut gelegene Parkplätze finden konnte. Ebenso möchten wir uns herzlich beim Café Knösel bedanken, das den Fahrgästen und unseren Ehrenamtlichen Kaffee und Kuchen spendierte.

Es ist schön zu sehen, welche Unterstützung der Wünschewagen von allen möglichen Seiten erfährt!


Wunscherfüllungen in Neuharlingersiel

 

Gleich zwei Fahrten führten den Wünschewagen aus Nordrhein-Westfalen Mitte Mai nach Neuharlingersiel.

Am 11. Mai sind wir mit dem 61-jährigen, an Nierenkrebs erkrankten Ludger L. vom Hospiz in Emsdetten aus in Richtung Ostfriesland gestartet. Bei schönen Wetter und einem kleinen Strandspaziergang mit Rollstuhl hat Herr L. es sehr genossen, noch einmal ein Fischbrötchen an frischer Nordseeluft zu sich zu nehmen.

Am Muttertag ging es für eine schwerstkranke Dame aus Dülmen noch einmal Richtung Neuharlingersiel. Dort traf sie nach einem Besuch des Hafens und des Strandes auf ihre restliche Familie, die ein großes, gemütliches Kaffeetrinken in einem Café organisiert hatte und ihr so einen schönen Ehrentag bescherte.


Kai in Stuttgart

 

Der sächsische Wünschewagen war am 24. April von Dresden nach Stuttgart unterwegs.

Kai (32) hatte den sehnlichen Wunsch, noch einmal seinen Lieblingsverein VfB Stuttgart 1893 e.V. bei einem Heimspiel zu erleben und seine Großeltern zu sehen. Begleitet wurde er dabei von seinen Eltern und seiner Intensivpflegeschwester Mandy.

Dank der großartigen Unterstützung des VfB Stuttgart wurde an diesem Tag Unmögliches möglich gemacht. Kai und seine Begleiter konnten das Spiel in einer Loge mit komplettem Service verfolgen. Am Ende hielt Kai ein Fan-Shirt mit allen Spielerunterschriften in der Hand.

Ein herzlicher Dank gilt auch unseren Kolleginnen und Kollegen des Stuttgarter ASB-Pflegeheims „Haus am Birkenwald“ für die wunderbare Aufnahme unseres Fahrgastes, seiner Familie und des sächsischen Wünschewagen-Teams mit Carsten und Christina!

Im Anschluss an die Wunschfahrt erreichte uns ein Brief von Mandy, den wir gerne mit Ihnen teilen möchten:

“Gerne möchte ich mich von Herzen bei Ihnen für die emotionale herzerwärmende und gigantische Wünschefahrt bedanken.

Als wir Montag früh starteten, war ich aufgeregt und teilweise besorgt – besorgt, weil es Kai die letzten Tage und Wochen wirklich immer wieder sehr schlecht ging und wir nicht wussten, ob es mit der Wunscherfüllung klappen würde. Als wir dann etwas unterwegs waren, konnte ich meine Besorgnis bei Seite legen. Kai blühte richtig auf und war voller Vorfreude. Auch Kais Eltern waren begeistert und konnten sich allmählich entspannen. Carsten und Christina machten es uns zudem sehr leicht, einfach ein gutes Gefühl zu haben. Echt tolle Menschen.

Die Fahrt über hatten wir alle viel Spaß und konnten die Ängste der letzten Wochen ablegen. Kai ging es zu jedem Zeitpunkt des Ausfluges prächtig und er war sehr glücklich.

Unsere Ankunft im ASB-Seniorenheim in Stuttgart wurde durch viele wundervolle Menschen begleitet und wir wurden herzlich empfangen. Nachdem wir Kai und uns etwas Ruhe gönnten, starteten wir voller Spannung in Richtung Stadion. Auch der Empfang am Stadion war super und wir durften zu unser aller Überraschung eine VIP-Loge beziehen. Wir konnten unsere Tränen nicht zurückhalten. Wir waren einfach überwältigt. Als Kai dann noch ein signiertes Trikot und einen Schal seines Lieblingsvereines erhielt, waren alle Dämme gebrochen. Kais Papa genoss die Zeit mit seinem Sohn so sehr und schwelgte mit ihm in Erinnerungen, als sie früher noch regelmäßig im Stadion waren. Die Stimmung war entspannt, locker und losgelöst und alle hatten wir eine schöne Zeit.

Gegen Mitternacht trafen wir wieder in der Unterkunft ein und ich versorgte Kai über Nacht. Am Morgen des 25.04. war ein großes Frühstück mit den Eltern, dem Großvater und der Tante geplant und es war auch ein rundum gelungener Abschluss. Emotional war es für alle von uns bewegend, dennoch war das Glücksgefühl bei jedem einzelnen von uns gigantisch.

Gegen 13 Uhr starteten wir die Heimreise. Es lief, wie schon bei der Hinfahrt, alles reibungslos. Als wir am Abend dann Dresden erreichten, waren alle erschöpft aber dankbar für diese tolle Zeit.

Mit besten Grüßen Mandy. Ich danke Ihnen, dass wir das erleben durften!!!”


Herr bei der Familie in Gummersbach

 

Unser Fahrgast aus Essen-Kupferdreh besuchte Mitte Mai in Begleitung seiner Ehefrau und des Essener Wünschewagen-Teams noch einmal seine Schwester und seine Nichte in Gummersbach.

Der an einer Krebserkrankung und Herzschwäche leidende Herr wird derzeit ambulant palliativ versorgt und wurde daher von uns aus seiner Wohnung abgeholt. In Gummersbach wurden wir von der Schwester und der Nichte mit einem selbstgekochten Mittagessen empfangen und durften einige schöne Stunden zusammen mit der Familie verbringen, die sich seit fast einem Jahr nicht mehr gesehen hatte.

Im großen, grünen Garten klang der Nachmittag bei Kaffee und Kuchen aus, bevor es am frühen Abend zurück nach Essen ging.


Josef L. in Dishoek

 

Noch einmal mit der Familie einen gemeinsamen Urlaub am Meer verbringen – das war der Wunsch von Josef L. (81) aus Jünkerath. Seit Jahren verbringt er mit seiner Familie den Urlaub in Dishoek in den Niederlanden in einem Ferienpark. Wir haben unserem Fahrgast und seiner Familie diesen dreitägigen Wunsch sehr gerne erfüllt und ihn die Zeit am Meer genießen lassen…


Drei Wunschfahrten aus der Hauptstadt

 

Auch der Berliner Wünschewagen ist unermüdlich für unsere Fahrgäste im Einsatz. Heute möchten wir Euch von drei Wunschfahrten berichten, die das ehrenamtliche Team aus der Hauptstadt in jüngster Zeit begleitet hat:

Juri lebt seit Februar 2014 im Sonnenhof-Kinderhospiz in Berlin-Pankow. Aufgrund der fortgeschrittenen Erkrankung konnten er und seine Familie keine Kur mehr in Anspruch nehmen oder eine größere Reise zum Auftanken und Erholen antreten. Daher begleiteten wir ihn und seine Mutter Ines nach WIlhelmshaven, wo er ein paar ruhige Tage im dortigen Kinderhospiz verbrachte und die Seeluft genießen konnte.
Das Berliner Wünschewagen-Team organisierte und begleitete dabei die An- und Abfahrt und ermöglichte Juri und Ines durch die professionelle Betreuung eine entspannte Reise.

Für die seit 2010 an einem Cevixkarzinom erkrankte Liane ging es mit dem Berliner Wünschewagen nach Elstal. Ihr größter Wunsch war es, mit ihrer Familie (Ehemann, 3 Töchter, 1 Sohn und Enkelkinder) nochmal Karls Erdbeerhof zu besuchen, was wir ihr sehr gerne ermöglicht haben.

Schließlich begleiteten wir den an Krebs im Endstadium erkrankten Wolfgang Anfang April nach Lutherstadt Wittenberg. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Uta und Familienangehörigen wurde dort sein großer Wunsch erfüllt, dort das Panorama LUTHER 1517, ein ca. 15 x 75 Meter großes Werk in einer eigens errichteten Rotunde, zu besichtigen, das die Ereignisse des Wittenbergs vor 500 Jahren wiedergibt.

Wir freuen uns, allen Fahrgästen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert zu haben und bedanken uns ganz herzlich bei allen Freiwilligen und Unterstützern!